Eine wirksame Hilfe gegen die gefürchtete Seekrankheit

seekrankheit(rgz). Ein Segeltrip in der Karibik, von Insel zu Insel durchs Mittelmeer, eine Reise Richtung Nordpol – Segeltörns und Kreuzfahrten liegen im Trend. Immer mehr Menschen sehnen sich nach der großen Weite und Freiheit auf See. Doch der schönste Schiffsurlaub kann schnell zum Albtraum werden, wenn sich die Seekrankheit einstellt. Kreislaufstörungen, Übelkeit und Erbrechen stehen dann statt Tauchausflügen und romantischen Sonnenuntergängen auf der Tagesordnung. Untersuchungen zeigen, dass die Menschen unterschiedlich stark anfällig für die Reisekrankheit sind.

Seekrankheit kann jeden treffen

“Selbst Seeleuten mit einigen zehntausend Seemeilen auf dem Buckel wird unter ungünstigen Bedingungen schlecht”, weiß Kapitän Erik Querngester, seit über 25 Jahren mit dem Segelschoner Bisschop van Arkel auf der Ostsee, Nordsee und dem niederländischen Ijsselmeer unterwegs. “Die Höhe der Wellen ist als Auslöser der Seekrankheit gar nicht so wichtig”, erklärt der Experte. “Entscheidender ist die Art des Wellengangs, manchmal begünstigen auch Schlafmangel, Tabakkonsum und Angst die Seekrankheit”, erklärt er.

Individuelle Dosierung

Abhilfe schaffen spezielle Reisekaugummis mit dem Wirkstoff Dimenhydrinat, die rezeptfrei in der Apotheke erhältlich sind. Kaugummis wie etwa Superpep helfen auch kurzfristig. Der Wirkstoff wird direkt aus den Dragées herausgelöst und schon nach kurzer Zeit fühlt sich der Reisekranke besser. Die Kaugummis wirken da, wo die Reiseübelkeit ihren Ursprung hat – nämlich im Gehirn. Denn die als “Kinetose” bezeichnete Reisekrankheit entsteht durch einen Verarbeitungskonflikt des Gleichgewichtssinns. Reisekaugummis eignen sich auch für Kinder und können je nach Stärke der Beschwerden individuell dosiert werden. Nebenwirkungen wie Müdigkeit oder Konzentrationsschwäche treten kaum auf. Wenn die Symptome abklingen, nimmt man den Kaugummi einfach wieder aus dem Mund. Zum Glück verschwinden bei etwa 90 Prozent der Menschen die Symptome der Seekrankheit nach zwei bis drei Tagen. Dann lässt sich auch ein bewegterer Törn so richtig genießen.
Foto: djd/Hermes Arzneimittel


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